Am Anfang war der Antrieb

Der Bau des Fahrerprobungsträgers hat begonnen. Neben weiteren ersten Beschaffungen haben wir nun der eigens für das TWIKE 5 konzipierte Motor in Auftrag gegeben. Es ist eine als Doppel-Motor ausgelegte Synchronmaschine, die als Prototyp gefertigt wird.

Auch das TWIKE 3 konnte sich seinerzeit von üblichen Antriebskonzepten aufgrund seiner hohen Zuverlässigkeit und vor allem hohen Effizienz absetzen. Dieser Vorsprung soll im TWIKE 5 im Zusammenspiel mit der schon in einem Sportboot erprobten Antriebselektronik weiter ausgebaut werden. Die Motoren werden eine ausgeklügelte Wasserkühlung besitzen, welche optimale Temperaturverhältnisse für den Antrieb schafft und den Passagieren die Verlustwärme als Heizung zur Verfügung stellt.

Und auch unsere Bemühungen um eine F&E (Forschungs- und Entwicklungs)-Partnerschaft mit einer Hochschule waren erfolgreich und mündeten in einem konkreten Projekt zur Fertigentwicklung von TWIKE-Komponenten. Dazu später mehr. Derweil die ersten Motoren in die Fertigung gehen, werden wir uns in den kommenden Wochen um den Bau der bereits konzipierten Fahrwerks- und Rahmenteile kümmern. Freuen Sie sich mit uns auf den nächsten Blogeintrag oder besuchen Sie uns doch zwischenzeitlich in Rosenthal zu einer Probefahrt mit dem TWIKE 4, bei welcher wir Ihnen live Einblick geben in den aktuellen Entwicklungsstand. Bitte mit Voranmeldung und bevorzugt zum Wochenende – denn wir möchten uns gerne genügend Zeit für Sie nehmen.

2 Jahren ago

7 Comments

  1. Thomas v. Keller schrieb 12.10.2016
    „Es würde mich sehr interessieren, was mit „Doppel-Motor“ gemeint ist, und wo die technischen Vorteile liegen.“

    Die Frage ist nicht beantwortet. Heißt das einfach, es werden zwei gleiche oder antisymmetrische elektrische Maschinen als Paar eingebaut? Oder gibt es einen Typen von Elektromotor, der auch einzeln als „Doppelmotor“ bezeichnet wird?“

    1. Hallo Joachim, besten Dank für Dein Nachfragen. Mechanisch handelt sich um einen Elektromotor, elektrisch sind es 2 Motoren. Wir nennen es daher Doppelmotor. Hintergrund: Um im unteren Lastbereich die Effizienz anzuheben sind die stromführenden Motorwicklungen mittig herausgeführt und können so mit mit einem Wechselrichter angesteuert werden. Im unteren Teillastbereich reicht ein Motor für den Vortrieb, bei höheren Lasten fährt man mit beiden Motoren. Diese Schaltung ermöglicht aber auch sichere Rückfallebenen, z.B. bei Ausfall eines Systems. Ebenso lassen sich höherer Ladeleistungen erzielen. Doch dazu später mehr. Let’s TWIKE!

    1. Hallo Michael, danke für den Hinweis. Die Kette stand auch zur Wahl. In der Gesamtbeurteilung machte bisher jedoch ein Carbon-Riemen das Rennen. Zum einem weil metallische Bewegungsgeräusche weitestgehend vermieden werden sollen. Noch mehr aber weil der Antrieb mit sehr hohen Lastwechseln umgehen können muss und dabei ein spielfreier Übergang gefordert war. Hinsichtlich der genannten Eigenschaften (Leicht, zuverlässig, wartungsarm und Effizienz) schneidet der ausgewählte Riementrieb auch sehr gut ab.
      Let’s TWIKE!

  2. Es würde mich sehr interessieren, was mit „Doppel-Motor“ gemeint ist, und wo die technischen Vorteile liegen. Ich könnte mir vorstellen, dass man mit der Konstellation das Differential-Getriebe spart und die Verteilung der Kraft mit Software fein dosieren kann. Ist das richtig gedacht?

    1. Hallo Thomas, Der Doppel-Motor ist in einem einzigen Gehäuse untergebracht und treibt über einen Riementrieb auf ein mechanisches Sperrdifferenzial und von dort mittels Antriebswellen auf die Räder. Neben einer hohen Ausfallsicherheit und sicheren Rückfallebenen bei Ausfall einzelner Komponenten bietet das System die Möglichkeit bei Bedarf hohe Leistung abzurufen, aber auch bei effizienterem Fahrbetrieb im unteren Leistungsbereich eine Motorsteuerung zu deaktivieren und die verbleibende Motorhälfte in einem höheren Wirkungsgradbereich zu betreiben. Let’s TWIKE!

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