TWIKE 5 – Prototypenentwicklung steht weiter unter Strom

Die TWIKE 5 Macher starten in die vorerst letzte Runde der Entwicklung der EE-Architektur. Elektrik und Elektronik sind Herz, Gehirn und Nervensystem des innovativen Elektromobils. Mit professioneller Unterstützung schreitet das Projekt zügig voran.

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Quelle: TWIKE Pressemitteilung vom 05.04.2023 

Die einzelnen Adern des Kabelbaums eines aktuellen Mittelklassewagens aneinandergelegt ergeben eine Strecke von etwa acht Kilometern. Beim klassischen Verbrenner arbeiten Steuergeräte, Sensoren, Aktoren elektrisch und kommunizieren elektronisch untereinander. Ohne deren effiziente Vernetzung kann selbst ein in weiten Teilen mechanisch arbeitender Ottomotor heute nicht mehr arbeiten und auch elementare Sicherheits- und Komfortsysteme versagen ihre Dienste. Auch wenn es führenden Herstellern im Bereich der E-Mobilität heute bereits gelingt, die physischen Dimensionen eines Kabelbaums deutlich zu reduzieren, bilden bei Fahrzeugen mit rein elektrischem Antrieb Elektrik und Elektronik den Kern der gesamten Technologie.

Auch bei der Entwicklung des TWIKE 5 stehen, wie schon bei seinen Vorgängern, Elektrik und Elektronik weit vorne auf der Liste der Aufgaben, die bis zur Fertigstellung des Prototypen und zur angestrebten Serienreife zu bewältigen sind. Die zugrundeliegende EE-Architektur des TWIKE 5 umfasst die Leistungselektronik inklusive Antriebsmotor und Batterie, die 12-Volt-Bordelektrik, den Kabelbaum und alle Bausteine der Regelelektronik, wie Relais und programmausführende Controller. Grundsätzlich umfasst die EE-Architektur alle stromführenden Komponenten des TWIKE 5.

„Fließt Strom durch ein Bauteil oder hat es einen Stecker, sind in unserem Entwicklerteam die Kollegen aus dem Bereich Elektrik und Elektronik zuständig“, erklärt Bernd Werner, der E-Technikspezialist der TWIKE GmbH aus Rosenthal.

Unter dem engagierten und begeisterten Einsatz aller Beteiligten ist es bisher gelungen, mehr als 95 % der EE-Architektur fertigzustellen. Zur vollständigen Fertigstellung fehlen aktuell im Wesentlichen noch Bestätigungen für die Verwendung von Gegensteckern auf Seite des Kabelbaums. Für jedes einzelne Bauteil wird dabei beeindruckender Aufwand betrieben. Hierzu zählt die grundlegende Prüfung der Eignung von externen Zulieferern angebotener Hardware. Ist diese gegeben, muss zusätzlich die langfristige Verfügbarkeit in erforderlicher Stückzahl garantiert sein. Außerdem setzt die Verwendung das Vorliegen der detaillierten technischen Spezifikationen des Herstellers voraus. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Entwickler der Fuldaer EDAG Engineering GmbH aus Fulda. Als Dienstleister begleitet der erfahrene Automobilentwickler schon seit der Entwicklung des TWIKE 4 die Geschicke des innovativen Elektromobils.

„Die Kompetenz unserer Partner der EDAG war schon bei der Entwicklung des reinen Fahrzeugkonzeptes TWIKE 4 von unschätzbarem Wert“, erklärt Martin Möscheid, Geschäftsführer der TWIKE GmbH. „Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam auch den Entwicklungsprozess des TWIKE 5 erfolgreich vorantreiben und abschließen werden.“

Bei der Beschaffung der potenziellen Bauteile für die Fertigstellung des TWIKE 5 setzen die Verantwortlichen auf eine dreigleisige Strategie. Hierbei werden zumindest drei Muster beschafft. Ein Bauteil dient der Erweiterung des Test-Bench, einem Prüfstand, der im Fuldaer E-Labor zur Prüfung der Produkteigenschaften und ihrer Interaktion dient. Ein zweites Muster fließt, nach elektrischer Inbetriebnahme, in Verbindung mit mechanischen Bauteilen in die Vervollständigung des ersten Prototypen des TWIKE 5 ein. Das dritte Muster dient dem Übungsaufbau und ist Teil der Planung aller später erforderlichen Abläufe in der Vor- und Endmontage.

„In dieser spannenden Phase werden wichtige Weichen für die Zukunft des TWIKE 5 gestellt“, erläutert Möscheid. „Dabei laufen viele Prozesse parallel und in unmittelbarer Abstimmung. Was wir dabei leisten, wird sich langfristig auf den Erfolg des TWIKE 5 auswirken, weshalb wir sprichwörtlich jeden Tag unter Strom stehen.“


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7 Antworten

  1. Pascal

    Hallo

    In welchem Temperaturbereich erwartet ihr nach euren Berechnungen und Simulationen anhand von Lastprofilen die Zelltemperaturen (Batterie)? Was sind die maximal zu erwartenden Temperaturen?

    Danke und Gruss
    Pascal

    1. Die Analyse der zu erwartenden Lastprofile hat aufgezeigt, dass die Fahrt oder das Laden an der heimischen Steckdose keine besondere Herausforderung für die Batterie darstellen wird. Das Fahren wird zulässig sein mit Batterietemperaturen zwischen -20° und 60°C. Mit der Zielsetzung höherer Lebensdauer ist der zulässige Temperaturbereich für das Laden auf 0°-45°C begrenzt. Für das Aufwärmen der Batterie aus tieferen Temperaturen kann diese mit im System integrierten Heizmatten konditioniert werden. Die obere Temperaturgrenze von 60°C wird aufgrund des geringen Innenwiderstands der Batterie auch mit sportlichstem Fahrprofil praktisch nicht erreicht. Das anspruchsvollste Lastprofil wird beim TWIKE 5 die einstündige Vollladung nach Volllastfahrt an bereits warmen Sommertagen ( 40°C) sein. Dieser Fall wird nicht oft vorkommen und die Empfehlung wird sein, die Batterie dann mit geringerem Strom zu laden. Selbst bei vollständiger 1C-Ladung wäre jedoch auch dann nur ein Temperaturanstieg von etwa 4°C zu erwarten.

  2. Twike4two

    Und wie geht es weiter…?
    Natürlich sind alle Leser hier gespannt wie ein Flitzebogen über den Fortgang de Entwicklungen. Und es ist mir auch klar, daß man nicht gleichzeitig daran arbeiten kann und auch noch darüber berichten. Abe einmal im Monat finde ich schon wichtig und angepasst. Bislang… langsam rollt das Twike seiner Vollendung entgegen.

    1. Danke für Deine konstruktive Ungeduld. Wir sind es genauso und berichten regelmäßig zu den Updates in unserem monatlichen Newsletter. Die Teaser darin verlinken auf die News auf unserer Webseite oder unserem Blog. Falls noch nicht geschehen, kannst Du den Newsletter hier abonnieren.

  3. Twike4GL

    Kann der Pedalantrieb eigentlich als quasi Überbrückungs-Starthilfe genutzt werden?

    Zur Erklärung:
    Letztens gab es Berichte, dass die häufigste Pannenursache von Verbrennern und Elektrofahrzeuge gleich sei, nämlich eine zu schwache 12 Volt-Batterie (auch wenn ihr Nutzungsart jeweils unterschiedlich ist).
    Eigentlich kann ich soetwas bie diesen Twike-Beschreibungen nicht ausmachen aber meine Phantasie ist schon weiter und malt das Szenario, dass es an einem herbstlichen Morgen zu ähnlichen Erfahrungen kommt, wie damals mit den alten Verbrennern, dass man sich von irgendwo jemanden mit einem Überbrückungskabel als Starthilfe herbei wünscht. Der ‚volle‘ Hauptakku hilft angeblich nicht weiter, aber man könnte sich ja mit den Pedalen abstrampeln.

    Hat dieses Szenario irgendein Realismusgehalt oder ist meine Phantasie zu weit gesprungen?
    Oder funktioniert der Twike5 hier grundlegend anders als die anderen E-Fahrzeuge?

    1. Ja, obwohl wir aus Gründen der Effizienz und eines möglichst geringen Standby-Verbrauchs auch die 12 Volt Batterie recht früh abschalten und daher in der Praxis keine entladene Batterie erwarten, kann im worst-case der Pedalantrieb für einen Notstart benutzt werden. Vielen Dank für die gute Frage!

  4. Ole

    Even though I was hoping for much more information about the prototypes real state, I will just put on the ‚Yes Cap‘ and hope for a fast progress and information to follow.

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