TWIKE mit Solarenergie

Bitte beachtet: Unsere Texte werden automatisch übersetzt. Hierbei kann es zu Fehlern kommen.

Wie groß ist eine Solaranlage, welche Energie für 15.000 km Jahresfahrleistung mit dem TWIKE 5 erzeugt? So lautet die Frage von TWIKE Interessenten, welche ihre Mobilität nicht nur sportlich aktiv, sondern auch mit sauberem Fahrstrom erzeugen möchten.

Die kurze Antwort lautet: Gerade mal 6 qm.
Etwas länger: Aufgrund des relativ niedrigen Verbrauchs des TWIKE 5 von etwa 8 kWh/100 km erfordert eine Jahresreichweite von 15.000 km nur eine Energie von etwa 1.200 kWh. Dies kann bereits heute mit einer etwa 6 qm großen Photovoltaikanlage (1 kWp) bei guter und schattenfreier Ausrichtung im gleichen Zeitraum erzeugt werden.

Macht es nun nicht Sinn eine entsprechende Photovoltaikfläche in die Fahrzeughaut zu integrieren?

Hier ist die kurze Antwort nicht ausreichend. Sie wäre Jein.
Ja, denn eine gewisse Oberfläche des Fahrzeugs steht im Tagesmittel gut ausgerichtet zur Verfügung. Und speziell bei geringer täglicher Fahrleistung kann diese Fläche dazu beitragen, den Bezug von Energie aus einer Steckdose zu reduzieren. In diesem Zeitraum sollte das Fahrzeug dafür jedoch möglichst unverschattet der Sonne ausgesetzt sein. Aus der langjährigen Praxis ist bekannt, dass an solchen Sonnentagen der schattige Parkplatz die bessere Wahl ist, um den Innenraum kühl zu halten und auch die Batterie vor unnötiger Wärmezufuhr zu bewahren. Die anschließend aufzubringende Kühlleistung macht ansonsten schnell den Energieertrag zunichte. Findet sich kein kühler Schattenplatz, dann kann die integrierte Solarfläche helfen den Innenraum zu kühlen bzw. bei kühlen Wetterlagen sogar die Batterie laden. Da die Integration der Solarfläche aktuell selbst aber im besten Fall (sonniger Tag, unverschatteter Parkplatz, kühle Wetterlage) den externe Energiebezug nur reduziert aber nicht vermeidet, empfiehlt sich der Fokus zunächst auf die externe Energiequelle (Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft) zu legen. Ideal scheint uns dabei die Nutzung von Solar-Carports, welche optimal zur Sonne ausgerichtet werden können und dem parkenden Fahrzeug Schatten spenden. Sie helfen sauberes Regenwasser vom Straßenwasser zu trennen und bei Nichtnutzung durch das darunter parkende Fahrzeug den Solarertrag ins Netz einspeisen.

Aufgrund des Wegfalls von Solarflächen auf dem Fahrzeug, kann das TWIKE 5 günstiger aber auch leichter ausgeführt werden und damit zu einem reduzierten Energieverbrauch beitragen. Opferteile (Austauschteile bei Unfällen) können ohne Solarflächen günstiger ausgeführt werden und damit einen Beitrag leisten Versicherungsprämien gering zu halten. Dieses sind jedoch nur aktuelle Rahmenbedingungen. In Zukunft gilt es weiterhin Pro & Contra von Solarflächen auf dem Fahrzeug abzuwägen. Ausschnitte für die Nachrüstung einer Photovoltaik in der Fahrzeugoberfläche sehen wir deshalb schon mal vor 😉

4 Monaten ago

12 Comments

  1. Hallo,

    da bin ich auch der Meinung, dass PV-Fläche sinnvoller ortsfest verbaut wird, weil damit deren Effizienz wesentlich größer sein wird als am Fahrzeug.

    Aber: Ihre Angabe von pauschal 6 qm erscheint mir unseriös. Denn: Der solare Ertrag hängt doch nicht unwesentlich vom geografischen Standort ab. Im Süden Deutschlands ist ein höherer Ertrag zu erwarten als im Norden oder gar in Schweden. Insofern hätte ich erwartet, dass Sie zu der „6 qm Aussage“ einen Breitengrad auf den sich diese Modellrechnung bezieht nennen.

    MfG Claus Bauer

    1. Hallo Claus, ja da ist was dran. Zu Zeiten zunehmender Fake-News hätten wir gleich ordentlich eine Quelle benennen sollen. Also, folgendermaßen sind wir vorgegangen: Auf Solarserver.de haben wir mitten in Deutschland (z.B. Longitude 10.1953125, Latitude 49.61070993807422) eine Solaranlage der Größe 1 kWp (entspr. ca. 6 qm) mit Südausrichtung (Ausrichtung 180° S) und einer Neigung mit 50° angenommen. Die Berechnung ergab einen Jahresertrag von 1.222kWh. Die gleiche Anlage produziert in südlichen Schweden ca. 1.120kWh und im mittleren Marokko ca. 1.750 kWh pro Jahr. Let’s TWIKE!

      1. Bei 0,08 kWh/km unter genormten Meßbedingungen würde ich eher mal mit 0,1 kWh/km einschließlich Heizung, ggf. Klima, Beleuchtung, Entladeverluste usw. rechnen.
        Erträge von PV-Anlagen liegen in Deutschland eher so zwischen 900 und 1100 kWh/kW im Jahr, bei im Grundsatz sonniger Lage, die aber zu bestimmten Zeiten auch etwas Schatten bedeutet. Im Fall von Flachdächern ständert man Anlagen auch nicht mehr mit starker Neigung auf, sondern baut sie lieber recht flach und erreicht dafür eine rößere Flächenbelegung. Im Schnitt 1000 kWh ist realistisch. Für 15.000 km werden dann 1,5 kW auf dem Dach benötigt. Damit kommt man eher auf neun Quadratmeter. Das ist immer noch wenig genug. 15.000 km ist auch eine Menge.

        1. Hallo Joa,
          die 0,08 kWh/km sind bereits mit Ladeverlusten berechnet.
          Der Solar-Ertrag ist mit einem Online-Tool berechnet für einen mittleren Ort in der Mitte Deutschlands gerechnet.
          Die 9 qm reichen dann schon für über 20.000 km, was auch eine realistische Jahresfahrleistung eines TWIKE ist. Besten Dank für Dein Interesse & Let’s TWIKE!

      2. 2 kW PV Module können heute schon mit 5x 400W Mono Modulen mit 8,84m² Modulfläche mit 22,6% Modulwirkungsgrad montiert werden:
        https://www.sunpower.de/sites/default/files/sunpower-maxeon-3-module-private-anwendungen-400-390-370.pdf

        D.h. nur 4,42m² pro kW PV sind heute auch möglich, wenn es Platzprobleme gibt und ist damit kleiner wie eine rechteckige Twike 5 Stellfläche von 4,712m²

        Wenn das immer noch nicht reicht es geht auch auch >30% weiter:
        https://www.pv-magazine.de/2015/09/14/ein-weg-zu-ber-40-prozent-wirkungsgrad/

        6m² pro kW ist mit 16,7% Modulwirkungsgrad nicht mehr in einer aktuellen Produktion zu finden ein letztes Beispiel Poly mit 275W:
        https://www.solarwatt.de/-/media/website-de/pm/datenblaetter/module/data-sheet-60m-de.pdf?dl=1

        Die Aussage von TWIKE 1kW PV benötigt (maximal) 6m² stimmt noch und wird gerade von der Praxis der kaufbaren PV-Module unterschritten!

        mit sonnigen Grüßen
        Bodo, der schon seit 1990 PV Anlagen weltweit realisiert und sich über die stetige Wirkungsgraderhöhung freut, die aktuell eine Verdoppelung der Leistung auf der Fläche seiner alten Module ermöglichen würde.

  2. Liebes Twike Team, Das ist eine gute Idee, die Option zu schaffen, Photovoltaik am Fahrzeug zu installieren. Viele Pendler haben keine Wahl Ihr Fahrzeug im Schatten abzustellen. Allein in den größeren Konzernen sind teils 10000 Parkplätze und mehr auf freiem Gelände. Es kann auch Sinn machen die Heizung und Bordsysteme mit der Photovoltaik nachzurüsten um die klimatischen Bedingungen auszugeleichen wenn man einen geschätzten Preis von 1400 Euro einem eventuell dann nicht nötigen Batterieupgrade von 4000 Euro gegenüberstellt.

  3. Hallo Silvia,

    Eure Newsletter freuen uns immer und werden gerne gelesen. Inzwischen wünschen wir dir eine gute Reise, über Zürich, nach Freiburg.

    Zur Solaranlage möchte ich gerne eine damit zusammenhängende Frage stellen.
    Da wir so viel wie möglich im TWIKE 3 fahren, werden wir mit dem TWIKE 5 in Aussicht demnächst unsere Solaranlage etwas erweitern.
    Eine Speicherung der Energie wird ebenfalls ernsthaft überlegt. Um eure Frage, die Batteriekapazität der bestellte TWIKE 5 einzuschätzen, richtig beantworten zu können, möchte ich gerne wissen, ob eine Möglichkeit vorgesehen wird, die Batterien im TWIKE 5 für den Energieaustausch zwischen Solaranlage-Wohnung und TWIKE 5 zu nutzen?

    Ich denke dabei an die Nutzung von Sonnenenergie in der Wohnung und, vorausgesetzt, dass weitere Energie der Solaranlage vorhanden ist, die Batterien des TWIKE geladen werden, bevor letztendlich die restliche Energie ins Netz eingespeist wird. Alles automatisch geregelt über ein Managementsystem in der Wohnung und nicht im TWIKE 5. Nachts und bei Netzstromunterbrechungen sollten die Batterien im TWIKE, wenn er nicht gerade unterwegs ist, die Wohnung mit Energie versorgen.

    Es gibt noch nicht viele e-Fahrzeuge die diese Möglichkeit bieten aber, angesichts der stetige Zunahme von Speicher in Wohnungen könnte ich mir vorstellen, dass die doppelte Nutzung von Fahzeugbatterien sehr attraktiv sein könnte für zukünftige Käufer.

    Schließlich noch eine Frage zum Newsletter. Es wurde uns, und vielleicht auch andere, interessieren was zurzeit in Rosenthal geschieht. Wird z.B. demnächst einen Fahrerprobungsträger vom TWIKE 5, so wie er als Model in Genf zu bewundern war, mit Motor auf die Straße getestet und vielleicht gibt es einige Bilder zum Umbau der Räume in Rosenthal. Was auch immer, es würde uns freuen, um einiges aus der Ferne mitzuerleben.

    In diesem Sinne, viel Freude und Erfolg bei eurer Arbeit.

    Wim Rullmann

    1. Hallo Wim, ja, das Rückspeisen ist vorgesehen. Die einfache Speicherung des PV-Ertrages und anschließende Nutzung im Fahrzeug ist bereits gegeben. Mit welcher Leistung eine Entladung der Fahrzeugbatterie möglich ist, wird final noch bestimmt. Auf jeden Fall kann immer mit 12 V abgegriffen werden, um z.B. Hauselektronik zu betreiben. Optional kann auch 230 V abgegriffen werden, um leistungsfähigere Geräte zu betreiben (bis ca. 1 kW). Auch wird ein 300-400 V DC-Anschluss vorhanden sein, mit welchem höhere Leistung über einen externen Wechselrichter (AC 230 V od. 400 V) entnommen werden kann. Der externe Wechselrichter ist noch nicht bestimmt, es sind jedoch solche bereits am Markt.

      In Rosenthal konzentrieren wir uns auf die nächste Stufe, den „TWIKE 5 Erlkoenig“ für die Teilnahme an der e-Rally RIVE Maroc 2019. Einen Zeitplan für die Anreise nach Tanger über Zürich geben wir noch bekannt. Vielleicht habt ihr aber auch Lust im Oktober an der RIVE Maroc teilzunehmen und die Langstrecken-Fahrerprobung bis nach Ouarzazate zu begleiten. Let’s TWIKE!

      1. Besten Dank für die positive Antwort betreffende die mögliche Nutzung des TWIKE 5 als Energiespeicher, das hilft uns weiter mit zukünftige Entscheidungen!!

    2. Lasst die Twike-Entwickler sich sich jetzt mal auf ihre Kernaufgabe konzentrieren.
      Die Speicherung im Fahrzeug für Zwecke der Eigenversorgung und der Netzstabilisierung mag mal eine Thema sein, aber bei einer Kleinserie der Fahrzeuge ist das wohl kaum lohnend. Zudem soll ja auch nicht eine übergroße Batterie eingebaut werden, die dann ständig spazierengefahren werden muss und bei Berufstätigen gar nicht tagsüber am Haus zur Verfügung steht, um Strom aus der Solaranlage aufzunehmen. Auch ein gut „Briefmarken-großes“ Solarmodul auf den Fahrzeugdach ist mehr etwas für große Serien. Zudem fehlen derzet noch die entsprechenden Stromliefer- und -rückspeisungsverträge.

      1. Hallo Joa,
        die Frage zu Speicherung eventueller Solarüberschüsse in der Fahrzeugbatterie kommt von den Kunden. Es geht diesen noch nicht mal um den geldwerten Vorteil (welcher sich durch Rückspeisungsverträge ggf. nochmal verbessern kann), sondern um eine mögliche Autarkie und Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz. Die Umsetzung bedarf gewissen Hirnschmalz und Berücksichtigung bei der Auslegung von Kontaktierungsmöglichkeit und Kommunikation. Das ist aber auch bei der Kleinserie leistbar und hier ggf. noch unkomplizierter umsetzbar. Für uns keine Ablenkung, sondern genau das Thema des TWIKE! Trotzdem danke, dass Du uns versuchst den Rücken freizuhalten. Um uns auf unsere Kernaufgabe konzentrieren zu können, sind wir z.B. aktuell weniger auf Events & Co zu sehen. Let’s TWIKE!

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