ecomento.de: Darum setzt TWIKE weiter auf drei Räder

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ecomento.de, 09.09.2022

TWIKE bereitet den Marktstart eines weiteren dreirädrigen Elektrofahrzeugs vor. Für das bisher sportlichste und leistungsstärkste Modell wurde kürzlich die CrowdfunDing-Fundingschwelle überschritten. In einem aktuellen Beitrag erklären die Macher, warum sie bei der fünften und auch der anschließend folgenden Generation des Fahrzeugs weiter auf drei statt vier Räder setzen.

Das erste TWIKE wurde von Studenten der ETH Zürich gebaut. Ihre Vision war ein leichtes, überdachtes Fahrrad für zwei Personen plus Gepäck für den urbanen Raum. Sie konzipierten ein aerodynamisches Liegerad mit nebeneinander liegenden Sitzen und entschieden sich für die noch heute bestehende „Delta“-Anordnung: Vorne ein Rad, hinten zwei. Das sorgt für Stabilität und erlaubt gleichzeitig ein höhere Zuladung auf der Hinterachse ohne kritisch den Massenschwerpunkt zu verschieben.

„Ein wesentlicher Grund, warum wir bei dem TWIKE 5 am Dreirad-Konzept festhalten, hängt mit der Zulassung des Fahrzeugs zusammen“, erklären die Entwickler. Zulassungsverfahren für Dreiräder seien deutlich weniger kostenintensiv als für vierrädrige Pkw. Das ermögliche Wirtschaftlichkeit bereits in der Kleinserie.

Hinzu komme, dass die Zulassung für die Fahrzeugklasse L5e nicht leistungslimitiert sei, so könne man das TWIKE 5 mit 190 km/h Höchstgeschwindigkeit auf den Markt bringen. In den USA würden Dreiräder außerdem bei Einhaltung gewisser Motorrad-Kriterien in die Fahrzeugklasse eines „motorcycle“ eingestuft. Die damit verbundenen niedrigeren Zulassungsanforderungen seien mit Blick auf eine mögliche Expansion in den US-Markt ein weiterer Grund, am Dreirad festzuhalten.

Vor allem gebe es aber gute technische Argumente, betonen die TWIKE-Macher. Um ein leistungsfähiges und zugleich reichweitenstarkes E-Fahrzeug zu bauen, sei die Einsparung von Gewicht von enormer Bedeutung. Denn je mehr Gewicht ein Fahrzeug aufweise, desto mehr Energie werde zur Fortbewegung benötigt. Da das TWIKE sich nur auf drei Räder abstützt, reduzierten sich die sonst höheren Anforderungen an Torsionssteifigkeit um die Fahrzeuglängsachse. Das allein berge ein gewisses Leichtbaupotenzial, durch Einsparung weiterer Komponenten habe man weiter Gewicht reduzieren können.

„Das Delta-Dreirad behält dabei mit seinen zwei Rädern auf der Hinterachse die von einem Pkw gewohnte Führungssicherheit selbst bei kritischen Fahrbahnoberflächen“, betonen die Entwickler. Zugleich verändere die Zuladung von Gepäck die Fahrstabilität eines Delta-Dreirades kaum. Nicht zuletzt erreiche man mit einem niedrig liegenden Massenschwerpunkt und der Entwicklung einer sturzaktiven Hinterachse die Kurvenagilität eines modernen Sportwagens.

Über 500 Kilometer pro Ladung

Der elektrische Antrieb des TWIKE 5 soll eine Reichweite von über 500 Kilometern ermöglichen. Der Verbrauch soll dabei trotz hoher Leistung und Spitzengeschwindigkeit weniger als 7 kWh/100 km betragen, was das Fahrzeug dreimal so effizient wie ähnlich schnelle Pkw mache.

Als „Human-Power-Hybrid“ verfügt das TWIKE 5 über einen Elektromotor, kann aber auch durch ein integriertes Pedalsystem angetrieben werden. Letzteres besitzt einen integrierten Generator, der Energieerzeugung für höhere Reichweite ermöglicht. Der 3-in-1-Elektroantrieb des TWIKE 5 ist eine vom Zulieferer Vitesco Technologies für die Großserie entwickelte Kombination aus Synchron-Elektromotor, Getriebe und integriertem Inverter. Da er sonst mehr als doppelt so schwere Pkw antreibe, biete er hinsichtlich Leistung, Drehmoment, thermischer Kapazität und Lebensdauer große Reserven, so die TWIKE-Ingenieure.

Bidirektionale Ladetechnik

Gesteuert wird das TWIKE 5 über zwei seitliche Lenkhebel. Diese Lösung biete großzügig Raum beim Einsteigen in das Fahrzeug und ermögliche eine lässige Bedienung mit beiden Händen oder wahlweise auch mit nur einer Hand, wirbt TWIKE. Die häufig während der Fahrt benötigten Bedienelemente seien ergonomisch optimiert in die Griffe der „Side Sticks“ integriert.

Als weiterer Höhepunkt des TWIKE 5 wird dessen Ladetechnologie genannt. Das Laden der entweder 18 kWh oder optional 36 kWh großen Fahrbatterie kann über eine reguläre AC-Haushaltssteckdose oder an einer Schnelllade-DC-Säule innerhalb einer Stunde erfolgen. Das bordeigene AC-Ladegerät arbeitet bidirektional und hat eine Leistung von 11 kW. Auf Wunsch wird ein zweites Ladegerät für eine AC-Ladeleistung von bis 22 kW verbaut. Die Bidirektionalität erlaubt die Stromentnahme über im Fahrzeug integrierte Steckdosen mit einer Leistung von bis 11 kW. Das TWIKE 5 kann so als mobiler Generator dienen und ist vorbereitet für netzgekoppelte Energiedienstleistungen.

vor 2 Wochen

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